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Wohin sollt' ich gehen

Wohin sollt' ich gehen vor deinem Geist und fliehen von deinem Blick, es wäre um sonst, weil du alles weisst, du brächtest mich wieder zurück.

Du bist ja an allen Orten zugleich, bist immer und überall nah, und macht' ich mein Grabe im Totenreich, mein Gott, so wärst du auch da!

Und wenn ich auch flög' in das Morgenrot und bliebe am äussersten Meer, um dadurch zu fliehen vor deinem Gebot, du kämest doch hinter mir her.

Nein, hör doch, du liessest nicht zu meine Flucht, du bist ja auch immer schon dort, kein'n Zug tu' ich, stetig dein Auge mich sucht, es gibt ohne dich keinen Ort!

Ob ich mich in Himmel und Scheol versteckt', Herr Gott, dir entginge ich nicht, und wäre es, dass Finsternis ganz dicht bedeckt, vor dir wäre Dunkelheit Licht!

Und flöhe ich weit über Meere und Land, ganz fern bis ans Ende der Welt, es gibt keinen Ort, wo nicht führt deine Hand und nicht deine Rechte mich hält!